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Arbeit und Zukunft

Langsam legt sich der Stress mit der Arbeit wieder und ich komme in einer Routine, die für mich stimmt. Zweimal pro Woche je sechs Stunden arbeiten, einmal die Woche zur Therapie, einmal ins Yoga, einmal kommt die Spitex (ambulante Psychiatrie- Pflegefachfrau) und einmal pro Woche habe ich Maltherapie. Ach ja, und die Hundeschule kommt auch noch dazu. Damit bin ich eigentlich relativ gut ausgelastet.

Natürlich könnte (sollte) ich noch auf dem Bauernhof arbeiten, aber dazu habe ich keine Lust. Seit dem Streit mit T. mag ich keine Energie mehr in den Bauernhof stecken. Die Arbeit wird ohnehin nicht geschätzt und man wird angeschrien und fertiggemacht, wenn man es nicht genau so macht, wie T. es möchte. Ja, T. schreit auch die anderen an, nicht nur mich.

Deshalb verbringe ich viel Zeit in der WG. Ich sitze am Computer und bilde mich weiter, ich lese, versuche an mir zu arbeiten und gehe viel mit den Hunden raus. Das macht mir Spass. Lange werde ich ohnehin nicht mehr auf dem Bauernhof wohnen. Wenn alles klappt, werden meine Mitbewohnerin M. und ich im Januar ausziehen. Ein Sofa haben wir schon, jetzt fehlt nur noch die Wohnung dazu!

Ich habe immer noch Schwierigkeiten, mir das Leben ausserhalb der Hofs vorzustellen, aber ich bin vorsichtig zuversichtlich, dass wir es schaffen.

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Achtung, fertig, los!

Letzten Mittwoch hatte ich meinen ersten Arbeitstag. Ich war voll nervös und konnte in der Nacht trotz Clozapin nicht richtig schlafen. Gleich als ich auf der Station ankam, wurde ich gefragt, ob ich die Recovery-Gruppe übernehmen könnte. Wow! Ich musste erstmal leer schlucken. Ich habe ja damit gerechnet, aber als ich dann da war, schien mir das trotzdem unmöglich.

Ich habe es dann doch getan. Ich habe in der Gruppe meine Geschichte erzählt, wie ich sie in den Schulklassen auch erzähle. Für drei Patienten war es einfach zu viel, sie fühlten sich mit meiner Geschichte überfordert und vielleicht auch getriggert. Sie verliessen dann die Gruppe. Die anderen waren sehr interessiert und haben viele Fragen gestellt und sich bei mir für meinen Mut und meine Offenheit bedankt.

Am Samstag war ich wieder arbeiten. Da habe ich viel mit den Patienten geredet, beim Rauchen, auf einem Spaziergang und beim Basteln. Und ich muss sagen: Die Arbeit macht mir echt Spass. Ich fühle mich nicht so gestresst, wie ich es vorher im Januar-Juni war. Ich hatte nicht das Gefühl, ich müsste etwas leisten, ich konnte einfach sein, sein wie ich bin. Und den Kontakt mit den Patienten pflegen.

Dass ich bei der Arbeit viel gelassener bin, könnte auch damit zusammenhängen, dass ich seit mehreren Monaten täglich meditiere. Ich weiss nicht, ob es wirklich damit zusammenhängt, aber sonst hat sich in meinem Leben nichts verändert. Jedenfalls fühle ich mich bei der Arbeit wohl und dass ist das wichtigste.

Nächste Woche werde ich zusammen mit einer Pflegerin im Rahmen einer Weiterbildung einen Vortrag zum Thema Stimmenhören halten. Sie wollte es spontan machen und will mir während dem Vortrag einfach Fragen stellen, was mir etwas Angst macht. Ich hätte es lieber gehabt, wenn ich mich hätte vorbereiten können.

Zusätzlich zu der Arbeit in der Klinik, werde ich noch mehrere Schulbesuche machen und dort meine Geschichte erzählen. Dieser Beitrag zur Entstigmatisierung ist mir sehr wichtig. Ich wäre damals, als ich erkrankte, auch froh gewesen, wenn ich gewusst hätte, was psychische Erkrankungen sind und wohin man sich wenden kann. Ich wäre dann vorbereitet gewesen und hätte entsprechend frühzeitig handeln können.

Ich habe vor einigen Monaten das Buch „Miracle Morning“ von Hal Erod gelesen und habe mir seit ein paar Wochen eine Morgenroutine zusammengestellt: Um sieben Uhr gehe ich für eine Stunde mit den Hunden raus, um acht meditiere ich eine halbe Stunde und von halb neun bis neun lese ich ein Buch oder einen Artikel oder was auch immer im Moment gerade meinem Interesse entspricht (zur Zeit ist es „Selbstbestimmt leben“ von Jorge Bucay).

Es läuft im Moment sehr viel in meinem Leben, auch privat. Ich werde zum Beispiel zusammen mit meiner Lieblingsmitbewohnerin aus dem Hof ausziehen in eine eigene Wohnung. Ein Sofa haben wir schon gefunden, jetzt fehlt nur noch die Wohnung dazu.

Ich bin bereit, in den Startlöchern. Möge das Leben beginnen 😉

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Long Time no See

Ich habe lange nichts mehr geschrieben. Am Anfang, weil ich in der Klinik war und es mir so richtig beschissen ging und dann, weil es mir gut ging und ich beschäftigt war, mein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Und zu guter Letzt, weil ich letzte Woche in Andalusien im Urlaub war. Aber erst einmal der Reihe nach.

Nach dem Klinikaufenthalt habe ich erst gedacht, es wäre alles noch so wie beim Eintritt. Ich war immer noch suizidal, ich konnte mir nicht mehr vorstellen weiterzuleben. Jede Faser in mir schrie nach dem Tod. Nach der Erlösung. Einfach weg sein. Nicht mehr leiden müssen.

Doch dann wendete sich das Blatt. Tag für Tag ging es aufwärts, jeden Tag ein bisschen besser. Ich fing wieder an, meine Morgenroutine durchzuziehen. Ich ging morgens eine Stunde mit den Hunden raus und meditierte daraufhin noch 10-20 Minuten. Ich begann zu verstehen, dass das Leben aus viel mehr besteht, als nur dem Leiden, dass ich selber mein Leben verändern kann, wenn ich will.

Ich fing an zu träumen, mir zu überlegen, was ich denn mit meinem Leben machen möchte. Trotz den Stimmen. Trotz den Flashbacks. Trotz allem, was mich daran hindert, glücklich zu sein. Ich stellte mir vor, wie ich in meiner Peer-Arbeit anderen Menschen Mut machen kann, ihnen Hoffnung geben, zeigen kann, dass das Leben auch schön sein kann, wenn man psychisch krank ist. Dass Recovery möglich ist und zwar für jeden.

Dann hatte ich eine Vision: Ich möchte so viele Leute wie möglich erreichen, alle sollen wissen, dass man trotz psychischer Erkrankung ein lebenswertes, sinnerfülltes Leben leben kann.

Ich möchte mit den Leuten reden, ich möchte Artikel schreiben, Vorträge halten, ich möchte ein Vorbild sein. Das kann ich alles nur tun, wenn ich am Leben bin.

Deshalb mache ich weiter. Ich bin motiviert und ich glaube, ich habe meine Berufung gefunden.

Ach ja, und nun das Tüpfelchen auf dem I: Ich war letzte Woche in Andalusien. Mit Flugzeug und allem drum und dran. Ich hatte Angst und es war nicht einfach. Aber es war toll! Ich bin zweimal Tauchen gegangen und ich habe die Freiheit und den Frieden unter Wasser gespürt, dieses Gefühl darf ich nie wieder vergessen!

Muriel_Taucherbild

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Zukunft?

Triggerwarnung: In diesem Text geht es um Suizid.

Jetzt bin ich schon seit zwei Monaten in der Klinik. Ich nehme inzwischen 400 mg Zeldox (160 mg ist die empfohlene Tagesdosis), 225 mg Leponex (vor dem Absetzversuch hatte ich 200 mg). Ausserdem nehme ich 10 mg mehr Ebixa (total 40 mg), und zusätzlich 150 mg Wellbutrin (total 300 mg).

Und? Tatsächlich, es geht mir etwas besser. Ich bin weniger Niedergeschlagen. Meine Stimmung ist stabiler.

Ich bin trotzdem immer noch suizidal. Wenn mein Leben weiterhin daraus besteht, mich ständig mit den Stimmen auseinanderzusetzen, dann ist es einfach nicht mehr lebenswert. Jedes Mal, wenn ich aus dem Zimmer gehe, muss ich mich und die peanut gallery darauf vorbereiten, was jetzt dann kommt. Und wenn es anders kommt als erwartet, dann komme ich völlig ins Schlittern. Ich verbringen den ganzen Tag damit, mich mit den Stimmen abzusprechen, Vereinbarungen zu treffen, sie bei Laune zu halten.

Und die Stimmen erinnern mich immer wieder daran, was für ein wertloses Stück Dreck ich doch bin. Dass ich mich umbringen soll, weil alles nur noch schlimmer wird. Dass ich eine Hure bin. Und dass ich das alles verdient habe, was geschehen ist.

Das geht jetzt schon seit Jahren so und ich kann echt einfach nicht mehr.

Vor drei Wochen habe ich mit der trankraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) begonnen. Das ist eine Therapie, bei der man zwei Elektroden auf der linken Hirnhälfte befestigt und mit schwachem Gleichstrom verbindet. Diese Therapie soll helfen, das Stimmenhören abzuschwächen. Und tatsächlich: es wirkt! Am Anfang hat die Wirkung nur ein paar Stunden hingehalten, inzwischen wirkt sie schon etwa 24 Stunden. Die Stimmen sind nicht weg, nein, aber sie sind irgendwie ein bisschen weniger stark.

Ob die tDCS meine Lebensqualität jedoch so weit verbessert, dass ich mir ein Leben mit den Stimmen vorstellen kann, weiss ich noch nicht. Inhaltlich haben sich die Stimmen ja nicht verändert und immer noch lösen sie viel in mir aus, auch wenn sie nicht mehr so präsent sind. Hören kann ich sie immer noch. Und sie sind auch immer noch meine ständigen Begleiter.

Wenn ich weiterleben will, dann bleibt mir wohl nichts anderes, als dass ich mich mit den Stimmen auseinandersetze. Herausfinde, was sie mir wirklich sagen wollen. Mit Sab. daran arbeite und versuche, die negativen Stimmen in Ressourcen umzuwandeln. Das ist viel Arbeit. Ich werde mich auch mit dem Trauma beschäftigen müssen. Ich werde hinsehen müssen, statt wegzuschauen, mutig sein, statt mich vor Angst zu verstecken. Ich fühle mich nicht stark genug, um diesen Weg zu gehen. Aber, wenn ich leben will, dann muss ich ihn gehen.

Am Donnerstag werde ich die Klinik verlassen. Ich gehe zu einem Workshop zum Thema Stimmenhören. Wenn alles gut geht, kann ich danach nach Hause gehen, ansonsten kann ich zurück in die Klinik kommen. Ich glaube nicht, dass ich wieder in die Klinik kommen werde. Es bringt nichts. Lebenswille lässt sich nicht erzwingen. Und bei chronischer Suizidalität hilft auch kein Klinikaufenthalt.

 

 

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Es hat mich erwischt

Triggerwarnung: In diesem Text geht es um Suizid.

Eigentlich hatte ich gestern einen ganz normalen Psychiatertermin bei E. Das Problem war, ich hatte eine 90-er Packung Modasomil und drei Packungen Codein-Tropfen dabei, die ich mir auf dem Rückweg zu Gemüte führen wollte. Ziel war es, die Medis zu nehmen und einen Auto-Unfall zu provozieren. Die Sanitäter würden sich dann auf die Verletzungen des Unfalls konzentrieren und nichts von den Überdosierungen merken. Das war der Plan. Ich wollte einfach nicht mehr leben. So wie das Leben im Moment ist, so ist es nicht mehr auszuhalten.

E. hat jedoch gespürt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe ihm vor einigen Wochen versprochen, ehrlich zu sein. Ich habe nicht von den Tabletten erzählt, aber ich habe ihm gesagt, dass ich suizidal bin. Das hat ihm gereicht, um mich einzuweisen. Zuerst hatte ich Angst, dass ich in die Akutklinik gehen müsste, aber er hat mich auf die Rehaklinik in R. eingewiesen, in der E. und Sab. arbeiten. Dafür bin ich dankbar.

Jetzt bin ich also in der Klinik. Und überhaupt nicht glücklich darüber. Klar, ich bin hier sicher und der Druck, mir etwas anzutun, ist hier weniger stark. Aber der Lärm im Kopf ist immer noch da. Und die Polizisten, die mich verfolgen, die sehe ich auch noch in jeder Ecke. Gestern waren sie sogar auf Station. Zum Glück haben sie mich nicht abgeholt.

Ich bin mir bewusst, dass dieser Zustand mit dem Absetzen des Leponex zusammenhängt. Aber diesmal habe ich nicht alleine abgesetzt, sondern mit der Unterstützung von E. Trotzdem ist es schief gegangen. E. will jetzt erst mal das Zeldox erhöhen, da ich vom Leponex ja lieber wegkommen möchte. Ich hatte schon mal mehr Zeldox. Das hat nichts gebracht, aber vielleicht ist es diesmal anders, mal sehen.

Ich will einfach, dass dieser Zustand aufhört. Ich habe so einen riesigen Druck, mich umbringen zu wollen, dass ich es kaum aushalte. Ich will so einfach nicht weiterleben.

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Krise

Seit ein paar Wochen geht es mir gar nicht gut. Vor drei Wochen war ich bei E. Er hat darauf bestanden, dass ich das Leponex (Clozapin), das ich beinahe schon ganz abgesetzt hatte (ich war bei 25 mg), wieder auf 75 mg aufdosiere. Ich war nicht glücklich darüber, weil ich so froh war, dass ich es endlich absetzen konnte. Leider passierte bei 25 mg dasselbe, wie schon vor zwei Jahren: Ich entwickelte eine Art dissoziativen Zustand, in dem ich mich selber nicht mehr spürte und die Welt nur noch schemenhaft wahrnahm. Genau diese Symptome hatte ich schon, als ich vor zwei Jahren das Leponex reduziert hatte.

Ich weiss jetzt nicht, ob dieser Zustand ein Absetzsymptom war oder ein Zeichen einer erneuten Psychose. Leider konnte ich dies nicht herausfinden, weil ich schnell wieder auf die Beine kommen musste, denn letzte Woche hatte ich meine Abschlussprüfung für die Peer-Ausbildung. Ich musste einen Vortrag halten und dafür musste ich fit sein. Jetzt nehme ich wieder 75 mg Leponex… Ich werde jedoch in 1-2 Monaten nochmals einen Absetzversuch starten.

Ansonsten geht es mir nicht gut. Ich habe immer noch Nachwirkungen von dem dissoziativen Zustand. Ich fühle mich leer, verloren. Ich verbringe die Tage in meinem Zimmer, weil ich es einfach nicht schaffe rauszugehen, ausser mit den Hunden. Mit den Hunden muss ich raus, sie brauchen die Bewegung und die Spaziergänge mit ihnen tun mir gut.

Sozial habe ich mich sehr zurückgezogen. Ich spreche nur noch mit meiner Mitbewohnerin M. Mit den anderen weiss ich einfach nicht, worüber ich sprechen soll. Ich fühle mich blockiert, leer, sprachlos. Zudem nehme ich die negativen Gedanken der anderen mir gegenüber wahr.

Heute hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit einem neuen Betreuer auf dem Bauernhof. Er ist sehr nett. Er meinte, ich nehme zu viele Medikamente. Das stimmt. Ich war über ein Jahr in der Klinik und E. hat alle möglichen Medikamente ausprobiert bis wir die jetzige Kombination gefunden haben, die einigermassen funktioniert. Klar, warum soll ich zwei Neuroleptika nehmen, wenn ich trotzdem Stimmen höre? Und warum brauche ich ein Medikament gegen Narkolepsie, wenn ich morgens trotzdem müde bin? Und das Ebixa? Hilft das wirklich gegen die Konzentrations- und Gedächtnisstörungen?

Ich möchte meine Medikation auch verändern, aber das kann ich nicht von einem Tag auf den anderen. Das Reduzieren von Leponex hat mir gezeigt, dass es nicht so einfach ist, von einem Medikament wegzukommen. Ich habe schon einige Male auf eigene Faust probiert, Medikamente abzusetzen, aber das hat nie funktioniert. Deshalb brauche ich die Hilfe von E.

Mit Sab. sind wir dabei, mit den Stimmen zu arbeiten. Zur Zeit versuchen wir vor allem Anil und Chanita zu beruhigen und in andere Bahnen zu lenken. Ziel ist es, dass Anil, Chanita und ich zu einem starken Dreier-Team werden. Aber das ist nicht so einfach. Sab. spricht regelmässig direkt mit den Stimmen und dabei kommen immer wieder interessante Tatsachen zu Tage. Zum Beispiel, dass Anil es gut meint und mir eigentlich helfen will. Und dass Chanita meine Freundin sein möchte. Leider ist die Art wie sich die beiden ausdrücken alles andere als hilfreich.

Auch das Trauma ist immer wieder Thema in der Therapie. Sobald Sab. das Trauma anspricht, verstumme ich jedoch. Ich kann einfach nicht darüber reden, die Worte kommen nicht über meine Lippen, auch wenn ich es möchte. Ich habe keine Ahnung warum. Dabei möchte ich so gern, dass wir daran arbeiten können, damit ich weniger Flashbacks und Albträume habe.

Ach ja, und bevor ich’s vergesse: Ich habe die Festanstellung als Peer in der Klinik in M. gekriegt! Ich freu mich riesig darüber! Die Arbeit macht mir echt Spass und ich habe das Gefühl, dass ich endlich eine Aufgabe gefunden habe, die mich glücklich macht und mich erfüllt.

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Therapie, Stimmen, T. und so

Das Drama mit T. geht weiter. Ende letzte Woche hat sie mich angeschrien, weil mein Hund auf das Sofa gesprungen ist. Sie hat gesagt, ich würde mich nicht an ihre Regeln halten und ich würde sie systematisch sabotieren. Ich habe ihr nun gesagt, dass ich nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten will. Wenn ich keine andere Bezugsperson kriegen kann, dann verzichte ich halt auf die Bezugspersonengespräche. Ich lasse mich nicht anschreien.

Vor zwei Wochen war ich an einem Workshop zum Thema Stimmenhören. Das war echt richtig spannend. Wir haben gelernt, dass Stimmen eigentlich immer aus einem Trauma heraus entstehen und dass Medikamente fast nie wirken. Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Ich habe einen längeren Blogbeitrag zu diesem Thema geplant, ich hoffe, ich kriege ihn noch diese Woche fertig.

Letzte Woche in der Therapie hat Sab. wieder mit Anil gesprochen. Sie haben direkt kommuniziert, mit mir als Sprachrohr. Sab. hat mit Anil verabredet, dass sie mich, wie der Handballcoach damals in meiner Jugend, motivieren soll. Wir haben zwei Situationen ausgemacht, in denen Anil mich anfeuern und loben soll. Einmal beim Joggen und dann bei den Einzelgesprächen in der Klinik. Bisher hat es nicht geklappt, Anil kritisiert mich weiterhin und lässt kein gutes Haar an mir. Aber ich habe ja noch eine Woche.